Schuld

Juni 24, 2013 und Prosa

Wenn ich ihn betrachte, fürchte ich mich nicht vor seiner physischen Stärke, oder der fremden Erscheinung. Ich fürchte mich vor dem himmelschreienden Unrecht, dieser schrecklichen Schuld – die zu übernehmen ich nicht in der Lage bin! Doch nicht ich, ruhig sitzend hier im Zugabteil bin das Übel. Die Verkörperung, meine Repräsentanz des weißen Geschlechts und all seiner ungesühnten Schandtaten lässt diese unsägliche Furcht vor Rache in mir keimen. Die in diesem Moment sicher unbegründet sein mag, ihr Ausbruch wäre jedoch, wenn wir ganz ehrlich sind, aber alles andere als willkürlich!